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25.8., 20:00 Uhr, Abendkasse 5 Euro
SKUNK BETRAYAL + PRiVATiER

Post Prog-Rock & HamburgerSchule Krach aus Köln

PRiVATiER

Vier Herren aus Köln musizieren in der Schnittmenge aus Bo Diddley und Joy Division. Sänger Sven Blüchel sieht im besten Sinne aus wie ein progressiver Dorfpfarrer und trägt mit leierndem Timbre Texte zwischen Dada und Minimal-Poesie vor, welche an die Anfänge der Hamburger Schule denken lassen, an große Bands wie Kolossale Jugend, Die Erde oder Cpt. Kirk. Mit Letzteren hat Privatier auch die Neigung zum perkussiven Spiel gemein. Da wird der Schlagzeugbreak, wie in „Belmondo“, auch mal zum tragenden Rhythmus erhoben. Es swingt und jazzt im ausgebrannten Klub jenseits der Bahngleise, wo sich jeden Montag die verarmte Boheme mit Rotwein aus Tetrapacks bewusstlos trinkt.

Das Gitarrenspiel ist auf den zweiten Blick vielschichtig. Mut zur Lücke und/oder sphärische Echo-Sounds, Akzent statt Klangteppich, mutwillig trashige Soli und jede Menge Akkord. Der Kitt, welcher das Privatier Universum zusammenhält, ist eine Laissez-faire Attitüde und eine schwer definierbare Verweigerungshaltung, die zwischen den Noten spürbar wird. Ich kann es nicht belegen, glaube aber, wir können Privatier alle mal am Arsch lecken. „Auch wenn ihr nicht in die Kirche geht, Gott ist King Kong und King Kong lebt“, singt Blücher in „Pastor KingKong“. Ist das jetzt großes Kino oder die Sehnsucht nach dem kalkulierten Tabubruch durch das Verletzen religiöser Gefühle? Wer letzterer Variante den Vorzug gibt, der könnte Privatier als Pennälerstreich abtun. Wer sich jedoch Zeit nimmt für das größere Ganze, der erlebt eine herrlich verschrobene Band in den ersten Stunden ihrer eigenen Schöpfung. Selten plagten mit seltsamere Ohrwürmer.

Dieser Irrsinn hat Methode.